Oberstufe: Mehr Stress als Freude? Werde stressunabhängig!

Ihre Ansprechpartnerin Charlotte Büchi

Ich glaube, du kennst dieses Gefühl. Die Ferien kommen immer näher und um dich herum dreht sich alles um deinen Urlaub. Jedoch hast du alles andere im Kopf als Ruhe und Entspannung.

Deine Lehrer*innen kündigen jede Woche eine neue Klausur an und dein Stresslevel wird immer höher. Deine Freizeit besteht nur noch aus Lernen. Nun stellen sich allerdings die Fragen, wie sehr uns dieser Stress beeinflusst und ob man diese stressige Zeit in der Schule nicht auch stressfreier bewältigen kann.

Hi, mein Name ist Tobit Dörnbach. Wie du schon dem oben genannten Beispiel entnehmen konntest und vielleicht schon am eigenen Leib gespürt hast, ist die Oberstufe für viele Schüler*innen sehr stressig. Hier treffen in der Einführungsphase viele verschiedene Schüler*innen mit unterschiedlichem Wissen aufeinander. Diese unterschiedlichen Lernstände müssen nicht selten in der Freizeit ausgeglichen werden. Da bei vielen Schüler*innen Stress und Lernerfolg eng beieinander liegen, ist der Umgang mit Stress sehr ausschlaggebend für die Leistungen. Mein Ziel ist es, euch mit diesem Blogbeitrag zu helfen, besser mit Stress umzugehen. Um diese Problematik bestmöglich erläutern zu können, werde ich folgende Fragen in meinem Blogbeitrag beantworten:

Was ist Stress?

Welche Folgen bringt Stress mit sich?

Was kann man gegen Stress machen?

Was ist Stress?
Um nun Stress optimal bekämpfen zu können, müssen wir erstmal verstehen, was Stress überhaupt ist. Dies lässt sich recht einfach beantworten. Alles beginnt im Gehirn.
Das Gehirn nimmt eine Situation wahr, bewertet sie als stressig und setzt den Körper in Alarmbereitschaft. Dabei ist die Bewertung der Situation von jedem persönlich abhängig. Der Körper schüttet daraufhin Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Diese Hormone vermitteln dem Körper dann, dass er sich in einer Stresssituation befindet und sich an diese Situation anpassen muss.
So beginnt der Körper wichtige Abläufe wie Blutdruck, Stoffwechsel oder Abbau von Kohlenhydraten zu steigern, um Muskeln und Gehirn in der Stresssituation arbeitsfähiger zu machen.
Jedoch bleibt die Energie im Körper gleich und der Körper muss daher manchen Vorgängen Energie entziehen oder diese einstellen, um den Muskeln und dem Gehirn genug Energie zur Verfügung stellen zu können. Das heißt, dass zum Beispiel die Darmfunktion während einer Stresssituation etwas heruntergefahren wird.
Normalerweise bauen sich die Hormone nach der Stresssituation wieder ab. Es gibt aber auch Fälle, wo dies nicht passiert und die Hormone sich nicht abbauen können, weil der Körper keine Möglichkeit hat, sich zu entspannen. So kommt es zu chronischem Stress, also Stress, der für eine sehr lange Zeit erhalten bleibt und physische und psychische Folgen mit sich bringt. Aber dazu gibt es mehr Informationen im nächsten Absatz.
Quelle: https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/stress-wie-er-uns-pusht-und-brems

Welche Folgen bringt Stress mit sich?


Wie du bereits im ersten Absatz erkennen konntest, ist Stress eine Interpretation bzw. Empfindung eines jeden Einzelnen. Aber wie zeigt sich Stress nun? Um diese Frage bestmöglich für dich beantworten zu können, beziehe ich mich auf eine Statistik der DAK. Sie hält Probleme von Schülerinnen fest, die durch Stress ausgelöst wurden. Dort sieht man, dass Kopfschmerzen eine sehr häufige Folge von Stress sind. Außerdem treten auch bei vielen Schülerinnen Schlafprobleme und Rückenschmerzen auf, welche ebenfalls auf den Stress zurückgeführt werden können. Des Weiteren werden noch Schwindel, Bauchschmerzen und Körperverspannungen als Folgen von Stress von den Befragten erwähnt.
Natürlich muss man auch in Betracht ziehen, dass Schüler*innen ohne Stress auch mit diesen Problemen konfrontiert sein können, diese haben jedoch eine geringere Ausprägung.
All diese gesundheitlichen Probleme haben etwas mit der oben beschriebenen Energieumverteilung im Körper zu tun.
Quelle: https://de.statista.com/infografik/12245/schulstress-fuehrt-zu-gesund-heitsproblemen

Was kann man gegen Stress machen?
Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit Stress umgehen sollen, und verfallen beispielsweise in eine Sucht (z.B. Drogen, Alkohol, …). Um solch eine Sucht und die damit verbundenen gesundheitlichen Folgen zu vermeiden, möchte ich dir einige Stressbewältigungsstipps mit auf den Weg geben, die sich schon bei Vielen als erfolgreich erwiesen haben.

1.Tipp: Wie du bereits gelernt hast, ist die persönliche Auffassung einer Situation entscheidend dafür, ob sie dich stresst oder nicht. Versuche deswegen deine Reaktion auf die Situation zu verbessern und nicht mit Druck zu arbeiten. Lass dich auch von keiner Person aus deinem Umfeld unter Druck setzen. Versuche stattdessen die Situation so gut wie möglich zu meistern. Kein Mensch ist perfekt!

2.Tipp: Als zweiten Tipp möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass es auf keinen Fall peinlich ist, mit seinen Problemen zu Vertrauenspersonen zu gehen. Teile also deine Emotionen mit anderen Menschen! Wenn du nämlich die Last, die auf dir liegt, mit anderen Menschen teilst, kann diese viel leichter werden als wenn du die Probleme in dich hineinfrisst.


3.Tipp: Dieser Tipp ist einer der Wichtigsten, um Stress zu bewältigen. Hierbei geht es nämlich um dein Selbstvertrauen. Du musst lernen auf dich selbst zu achten und dir etwas zuzutrauen. Sage „Nein!“, wenn dir etwas nicht passt, und gönne dir genügend Auszeiten, um dich wieder vollständig zu entspannen!

4.Tipp: Der 4. und letzte Tipp ist, dass du deine Glaubenssätze ändern und versuchen solltest Stress nicht als Belastung zu sehen, sondern als Motivation. Wenn du dies schaffst, werden sich deine Leistungen mit Sicherheit verbessern, weil dir dann das Bewältigen von Aufgaben viel leichter fällt. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass lang andauernder Stress wie oben beschrieben zu chronischem Stress führen kann. Also achte immer darauf, dass Pausen nicht zu kurz kommen.


Quellen:
https://www.youtube.com/watch?v=aK-CEeRxlpY
https://www.praeventionsradar.de/downloads/Ergebnisbe-richt_SJ2021.pdf

Fazit
Alles in allem kann man sagen, dass Stress häufig von uns selbst kommt und auch unsere Leistungen beeinflusst. Meine Antwort auf die Frage aus der Einleitung, ob man die Zeit vor den Ferien auch stressfreier bewältigen kann, ist: „Ja, man kann diese Zeit auch stressfreier bewältigen!“. Man sollte Stress nämlich nicht immer nur mit negativen Dingen verbinden, weil ein anderer Blick darauf viele Türen öffnen kann. Außerdem sollte man immer wieder Ruhephasen einlegen, um seinem Körper eine Regeneration zu ermöglichen. Dies ist wichtig, damit der Stress sich nicht zu chronischem Stress entwickelt und negative gesundheitliche Folgen entstehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass alle Menschen mit der richtigen Einstellung und genug Selbstvertrauen eine Phase wie diese entspannter durchleben können. Wenn
dir die oben genannten Ratschläge jedoch nicht geholfen haben und du dich mit deinem Stress allein und verloren fühlst, solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen, um deinen Umgang mit Stress zu verbessern und stressbedingten Krankheiten vorzubeugen.
Hat dir mein Blogbeitrag gefallen? Dann teile diesen Artikel gern mit deinen Freund*innen, die ebenfalls Hilfe bei der Stressbewältigung in der Oberstufe benötigen. Gib mir doch ein Feedback, ob dir die obengenannten Tipps bei der Stressbewältigung geholfen haben oder ob du sogar andere Tipps zur Stressbewältigung hast und empfehlen kannst. Solltest du noch offene Fragen haben, kannst du diese auch gerne äußern und ich werde sie dir beantworten.

Tobit Dörnbach


Bildquellen:
https://pixabay.com/de/vectors/anatomie-gehirn-querschnitt-kopf-2027131/
https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-mit-magenschmerzen-5938358/
https://www.pexels.com/de-de/foto/paar-rot-weisse-low-top-sneakers-914929/
https://www.pexels.com/de-de/foto/gelber-smiley-emoji-auf-grauer-oberflache-3612885/
https://www.pexels.com/de-de/foto/hand-erfolg-daumen-hoch-in-ordnung-9486674/