Stadtentscheid
Am 18.1.26 von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr fand der Vorlesewettbewerb Stadtentscheid in Marburg statt. Insgesamt nahmen 10 Leser und Leserinnen aus verschiedenen Schulen Marburgs teil. Um 14:00 Uhr waren die meisten Teilnehmer schon angekommen und konnten sich an dem dort bereitgestellten Buffet noch einmal stärken.

Um 14:30 Uhr begann dann die erste Runde des Vorlesewettbewerbs. Die Leser und Leserinnen wurden von der Jury, die aus Buchhändlern und Bibliothekaren bestand, aufgefordert ihre eingeübten Textstellen vorzulesen. Die Aufregung war groß, bei den Vorleserinnen und Vorlesern genauso wie bei den Begleitpersonen! Die Teilnehmer lasen aus verschiedensten Büchern vor, darunter aus „Die Schule der magischen Tiere“, „Rory Shy – Der schüchterne Detektiv“ und aus vielen anderen Büchern. Nach jeder Textstelle machte sich die Jury Notizen. Nachdem alle ihre Stelle vorgelesen haben, gab es eine kleine Pause, in der man zu seinen Kameraden in den Zuschauerreihen gehen oder etwas trinken konnte.
Nach dieser Pause ging die zweite Runde los. In dieser Runde sollten die Leser und Leserinnen einen unbekannten Text, der von der Jury ausgesucht worden war, vorlesen. Der Text aus Marie Hüttners Roman „Rocky Winterfield – Ziemlich neben der Spur“ verlangte die volle Konzentration.
Nachdem alle Teilnehmer aus diesem Text vorgelesen hatten, zog sich die Jury zurück, um zu entscheiden, wer der Sieger sein wird. In dieser Pause konnte man Fotos machen, etwas essen, Minibooks basteln und in neue Bücher hineinlesen.




Danach kam die Jury zurück und lobte alle Leser und Leserinnen für ihre tolle Leistung. Jeder und jede von ihnen bekamen auch noch eine Urkunde und das Buch, aus dem sie in der unbekannten Textstelle gelesen hatten. Danach wurde der Sieger gekürt. Alle Teilnehmer waren sehr gespannt, als die Bürgermeisterin, Frau Bernshausen, sagte: „And the winner is…“ Alle Freunde, Verwandte, Lehrer und Eltern des Siegers freuten sich sehr, als die Bürgermeisterin ihren Satz mit: „… Tristan Taubner!“ beendete.
Nun heißt es Daumen drücken für den Bezirksentscheid.
Samuel, Soraya und Tristan, 6c
Pressemitteilung der Stadt:
PRESSEMITTEILUNG DER UNIVERSITÄTSSTADT MARBURG
Nr. 27 / 23. Februar 2026
Stadtentscheid zum 67. Vorlesewettbewerb
Tristan Taubner ist Marburgs bester Vorleser
Marburg. Tristan Taubner liest für Marburg im Bezirksentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels.Das hat die Jury beim Regionalentscheid im Marburger Bauamtssaal entschieden. Insgesamt zehn Marburger Schulsieger*innen haben beim Stadtentscheid ihre Lesekompetenz unter Beweis gestellt.
„Lesen verbindet. Es verbindet uns mit den Geschichten, die wir lesen, und mit jenen, mit denen wir diese Geschichten teilen. Manchmal helfen uns diese Geschichten sogar, uns und unsere Umwelt besser zu verstehen“, sagte Bürgermeisterin Nadine Bernshausen. „Lesen ist nicht nur eine wichtige Fähigkeit, sondern macht auch großen Spaß“, betonte die Jugend- und Schuldezernentin und freute sich während des Marburger Stadtentscheids über die Teilnahme zahlreicher Schüler*innen am bundesweiten Vorlesewettbewerb.
Insgesamt zehn Marburger Schulen haben in diesem Jahr an dem Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels teilgenommen und ihre Schulsieger*innen gekürt. Die zehn Sieger*innen der Schulentscheide haben nun vor einer Jury um den Stadtentscheid um die Wette gelesen und dabei ihre Lesekompetenz unter Beweis gestellt.
Die Jury in diesem Jahr setzte sich zusammen aus zwei Buchhändlerinnen, dem Intendanten der Waggonhalle Marburg, einer Autorin, einer Mitarbeiterin der Stadtbücherei, einem Mitarbeiter der Jugendförderung und der Stadt-Siegerin des Vorjahres-Wettbewerbs, Tabea Moses. Sie durften sich vorlesen lassen und im Anschluss entscheiden, wer Marburgs beste Vorleserin oder bester Vorleser ist.
„Lesen eröffnet Kindern die Welt – der Vorlesewettbewerb gibt ihnen dafür Raum, Stimme und Selbstvertrauen“, betonte Bürgermeisterin Bernshausen. Während der Zeit, in der sich die Jury zur Beratung zurückzog, gab es für die Anwesenden die Möglichkeit, sich an einer Fotostation mit dem Lieblingsbuch sowie Freund*innen und Begleiter*innen fotografieren zu lassen.
„Es ist uns schwergefallen“, verkündete die Jury, nachdem sie in den Bauamtssaal zurückgekehrt war. „Ihr alle habt wunderbar gelesen. Es war wirklich eine Freude, euch zuzuhören. Doch am Ende müssen wir uns für eine Person entscheiden.“ Die Spannung im Raum stieg. „Herzlichen Glückwunsch, Tristan Taubner“, verkündete schließlich Bürgermeisterin Bernshausen den Gewinner des diesjährigen Marburger Stadtentscheids.
„Was uns bei dir besonders gut gefallen hat, Tristan, ist, wie du die Identifikation mit der Figur umgesetzt hast. Du hast sehr überzeugend gelesen. Das war wirklich prima“, so die Begründung der Jury. Zum Vorlesen hat sich Tristan für eine Textstelle aus „Magnus Chase. Das Schwert des Sommers“ von Rick Riordan entschieden. „Ich interessiere mich für die nordische Mythologie. Das Buch finde ich sehr spannend und mir gefällt der lustige Schreibstil des Autors“, erklärte Tristan seine Wahl. Am liebsten lese er Abenteuer- und Fantasy-Romane. „Ich mag es, wenn es einen Charakter gibt, der einem gefällt und bei dem man seine Abenteuer und Entwicklung miterleben kann“, so Tristan Taubner. Zu Anfang des Wettbewerbs sei er sehr nervös gewesen: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich gewinne. Es haben alle so toll gelesen.“
Am Ende erhielten alle Teilnehmenden eine Urkunde sowie das Buch „Ziemlich neben der Spur“ von Rocky Winterfeld. Zudem durften sich die Teilnehmenden ein Buch vom Büchertisch aussuchen und mit nach Hause nehmen. Die Bücher haben lokale Buchhandlungen aus Marburg gespendet. Für Tristan geht es im Bezirksentscheid weiter.
Rund 7.100 Schulsieger*innen zeigen ihre Lesekompetenz im Regionalentscheid
An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit mehr als 7.100 Schüler*innen aus den 6. Klassen. Mehr als 600.000 Kinder haben in diesem Jahr beim Vorlesewettbewerb mitgemacht. Die rund 650 Regionalwettbewerbe organisieren Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und weitere kulturelle Einrichtungen. Die Etappen des Vorlesewettbewerbs führen von der Schule über Stadt-/ Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale mit den 16 Landessieger*innen. Das Finale findet im Juni in Berlin beim rbb statt.
Der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb ist der älteste und größte Schüler*innenwettbewerb Deutschlands. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der Wettbewerb soll Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen, die Lesekompetenz von Kindern stärken und diese somit dabei unterstützen, ihren Horizont zu erweitern, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Vorlesewettbewerb.
Der aktuelle Stand des 67. Vorlesewettbewerbs sowie alle Informationen, Termine und teilnehmende Schulen sind auf www.vorlesewettbewerb.de zu finden. Zudem veröffentlicht die Stiftung auf www.vorlesewettbewerb.de/der-wettbewerb/buchempfehlungen kuratierte Lesetipps zu zahlreichen Themen – auch abseits der bekannten Kinderbuchklassiker.
Bildunterschriften:
1: Bürgermeisterin Nadine Bernshausen gratuliert Tristan Taubner zum Sieg beim Marburger Stadtentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs.
2: Insgesamt zehn Schulsieger*innen haben am Marburger Stadtentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs teilgenommen. Bürgermeisterin Nadine Bernshausen (Mitte) lobte ihre Lesekompetenz und überreichte ihnen eine Urkunde. Mit dabei: Björn Kleiner von der Jugendförderung der Stadt Marburg.
(Fotos: Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg)
