Eine Woche Tunesien

Ihr Ansprechpartner Steffen Maier ed.vresellihp@reiam.neffets

Gastfreundschaft und Kultur pur!

Erstmals waren Philippinerinnen und Philippiner zu einem Schüleraustausch in Tunesien.

„Tunesien, ist das nicht gefährlich?“ und „Kann man sich dort überhaupt verständigen?“ Viele Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern hatten diese und ähnliche Fragestellungen im Hinterkopf, als sie erstmals von dem Angebot hörten.

Nachdem die tunesischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler bereits im ersten Halbjahr Marburg besucht hatten, waren zahlreiche Vorurteile abgebaut und Freundschaften entstanden. Dennoch blieb vor dem Abflug natürlich ein gewisse Nervosität, doch einmal in Kerkennah angekommen, war die Stimmung bestens und das sollte auch bis zum letzten Tag so bleiben.

Kerkennah heißt eine Inselgruppe im Mittelmeer, welche nicht touristisch überlaufen ist und auf der vor allem Einheimische Urlaub machen. Dort wurden wir von der Bevölkerung mit offenen Armen empfangen: Wir wurden auf dem Bürgermeisteramt empfangen, erhielten eine Führung im kommunalen Museum, besuchten Salinen und das Lycée, durften eine von der UNESCO als Kulturerbe zertifizierte Fischfangmethode beiwohnen und vieles mehr. Dabei wurde viel Wert darauf gelegt, dass wir Historisches und Traditionelles kennenlernen durften. Zudem wohnten wir zwei Hochzeiten bei!

Weitere Highlights waren eine ganztägige Fahrradtour durch die Palmenhaine sowie der Besuch des Institut Français, wo wir von einem französischen Street-Art-Künstler empfangen wurden, der uns verschiedene gesprühte Fresken auf Häuserwänden in Grenoble (frz. Partnerstadt von SFAX) vorstellte. Die Überfahrten zwischen SFAX und Kerkennah durften wir auf der Brücke verbringen und uns mit dem jeweiligen Kapitän austauschen. Die Kommunikation war übrigens problemlos, da alle Bezugspersonen Französisch und Englisch sprachen.

Zudem wurden Ausflüge u. a. nach Tunis (darunter eine Livevorstellung in einem Musiktheater in der Avenue Habib Bourguiba), SFAX (Partnerstadt von Marburg) sowie El DJEM organisiert.

Am schönsten jedoch war die Tatsache, dass wir wie Familienmitglieder aufgenommen wurden und somit sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede im Alltag kennenlernen durften und sich die Freundschaften vertiefen konnten.

Auch im Schuljahr 2026/2027 soll es wieder einen Austausch in der Jahrgangsstufe 11 geben. Sei dabei!