Erfinderlabor

Ihr Ansprechpartner Marcus Rolbetzki ed.vresellihp@ikzteblor.sucram

„Biotechnologie und Arzneimittelforschung“

Im Rahmen des 41. Erfinderlabors der Uni Marburg, das in diesem Jahr unter dem Thema „Biotechnologie und Arzneimittelforschung“ in Marburg stattfand, hatte Teresa Dinges vom Gymnasium Philippinum die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in pharmazeutische Forschungsbereiche zu erlangen.


Eine Woche lang forschte die Schülerin gemeinsam mit drei weiteren Schülern aus einer Gruppe aus insgesamt 16 Schülern von hessischen Schulen in einer Forschungsgruppe am Institut für Medizinische Chemie zum Thema PIM-1-Kinase, die bei der Entstehung verschiedener Tumoren eine zentrale Rolle spielen. Ziel war es so, ein geeignetes Molekül neu zu designen und herzustellen, welches möglichst spezifisch die Aktivität dieser Kinase hemmt und somit bei der Tumorbehandlung hilfreich sein könnte.


Von der Modernität der Technologie und der Herangehensweise an das Projekt, angefangen bei der Suche nach einem geeigneten Molekül, über die Synthese des neu designten, bis hin zu dessen Visualisierung mittels Software-Programmen und mehrstufiger Synthese, zeigte sich Teresa schwer begeistert.


Dabei sei nicht immer alles nach Plan verlaufen. Mache Schritte hätten nicht so geklappt wie erwartet, aber auch das gehöre zu Forschung dazu. „Manchmal erkennt man erst nach zahlreichen Fehlversuchen, wo das Problem liegt“, berichtet Teresa über
ihre Erfahrungen. Davon dürfe man sich aber nicht beirren lassen, denn nur dann könne Fortschritt erreicht werden.


Besonders gefreut hat sie, wie viel den Schülern praktisch und fachlich zugetraut wurde. Schulwissen sei mit aktueller wissenschaftlicher Arbeit verknüpft worden. Somit erhielten die Schüler einen realistischen Eindruck von Forschung, der nachwirkt. Sie resümiert: „Der Austausch in der Gruppe und die gegenseitige Unterstützung im Team haben die Woche zu etwas ganz Besonderem gemacht.“


Zum Abschluss der Woche fand schließlich an einem Freitag die Präsentation der Ergebnisse vor 170 Gästen, darunter auch der Hessische Kultusminister Armin Schwarz, in feierlicher Atmosphäre in der alten Aula der Philipps-Universität Marburg statt. Dabei ging es darum, die in der Woche erworbenen Fähigkeiten und Ergebnisse in einer jeweils 10-minütigen Präsentation darzustellen und verständlich zu erläutern.


Abschließend stellt die Schülerin fest: „Die Woche hat mir gezeigt, wie vielfältig Forschung und ihre Anwendung ist. Insbesondere die medizinische Relevanz für Krebserkrankungen und die Gesellschaft hat mir gezeigt, dass Forschen heißt, ein Ziel zu haben. Darin habe ich wirklich einen Antrieb gefunden.“