Umweltschule

ERFOLGREICHE ZERTIFIZIERUNG

Die Oberhessische Presse berichtete:

Kinder für den Klimaschutz

Schulgarten, Blühwiesen, Klimaschutz: Neun Schulen aus dem Landkreis wurden als Umweltschule ausgezeichnet

Marburg-Biedenkopf. Neun Schulen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf tragen für die kommenden zwei Jahre den Titel „Umweltschule“: Dazu zählen die Wollenbergschule in Wetter, die Martin-Luther-Schule in Marburg, die Regenbogenschule Ebsdorf-Leidenhofen, die Steinmühle in Marburg, die Käthe-Kollwitz-Schule Marburg, die Freiherr-vom-Stein-Schule – Europaschule Gladenbach, die Gesamtschule Niederwalgern Weimar (Lahn), die Richtsbergschule Marburg und das Gymnasium Philippinum Marburg.

Schulen leisten einen Beitrag zur Umweltbildung

Die Auszeichnung ist das Ergebnis von zwei Jahren Arbeit. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte entwickelten Projekte rund um Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz. Sie legten grüne Klassenzimmer oder Schulgärten mit Blühwiesen, Gemüse- und Obstanbau an und beschäftigten sich mit Mülltrennung, Abfallvermeidung, klimafreundlicher Ernährung, nachhaltiger Mobilität und politischer Bildung.

Hessenweit wurden in diesem Jahr 90 Schulen ausgezeichnet – 23 von ihnen sind neu im Programm. Zusammen mit den 136 im vergangenen Jahr ausgezeichneten Schulen gibt es damit 226 Umweltschulen in Hessen.

Bildungsstaatssekretär Manuel Lösel ist überzeugt, dass die Umweltschulen zur Veränderung beitragen: „Wer einen Schulgarten pflegt, versteht den Wert von Lebensmitteln auf eine andere Weise. Wer Lebensräume für Insekten schafft, erlebt Artenvielfalt nicht nur im Lehrbuch. Wer eigene Ideen umsetzt, erfährt, dass Engagement etwas bewirken kann“, sagte er. Auch Landwirtschaftsstaatssekretär Michael Ruhl würdigte die Arbeit der Schulen. „Die Umweltschulen leisten wichtige Arbeit im Bereich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung“, sagte er.

Projekte fördern Schüler in ihrer Entwicklung

Durch die Projekte würden Schülerinnen und Schüler praxisnah und nachhaltig viel Wissenswertes rund um Natur-, Arten- und Klimaschutz lernen und dabei auch eigenständig Lösungen entwickeln.

Die Projekte laufen in Arbeitsgemeinschaften und Ganztagsangeboten, in Projekttagen und -wochen sowie im Unterricht. Dadurch sollen Strukturen im Schulalltag aufgebaut werden, die das Engagement langfristig tragen.

Das Programm „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ gibt es in Hessen seit 1999. Es steht Schulen aller Art offen. Das Land unterstützt die Schulen mit Fortbildungen, Fachtagungen und Hilfestellungen. red

Quellenangabe: Oberhessische Presse vom 03.09.2026, Seite 9